Freitag, 16. September 2016

[Rezension] Überleben



Autorin: S. A. Bodeen | Verlag: Oetinger Verlag* | erschienen im Februar 2010
  288 Seiten | Preis: 16,95 € (gebundene Ausgabe)** | ISBN: 978-3789147432
*Ich verlinke zu Amazon, da das Buch auf der Verlags-Homepage nicht mehr aufgeführt wird.
**Vergriffen; gebraucht ab derzeit 0,86 €, sowohl Hardcover als auch Taschenbuch


Handlung
Seit ein Atomkrieg die Welt vernichtete, lebt Eli mit seiner Familie in einem Bunker, den sein Vater in weiser Voraussicht erbauen ließ. Doch allmählich werden die Nahrungsmittel knapp und Elis Vater immer seltsamer. Irgendetwas ist nicht in Ordnung - und Eli will herausfinden, was das ist.


Cover
Allzu viel habe ich zum Cover gar nicht zu sagen. Es passt. Ein Junge in einem Bunker, der hinauf ins Licht blickt und sich vielleicht nach Freiheit sehnt. Der Bunker im Buch wird weniger kahl und trostlos beschrieben, allerdings wäre der Effekt auf dem Cover dann auch nicht so stimmig gewesen.


So endet die Welt - nicht mit einem Knall, sondern mit einem Wimmern.
Eli ist ein sehr interessanter Hauptcharakter, da er eigentlich keine besonders sympathische Person ist. Dennoch kann man sich in ihn hineinversetzen und er reflektiert sein eigenes Verhalten recht gut. So verändert er sich auch im Laufe des Buches, ebenso wie die Beziehung zu seinen Schwestern. Die Charaktere fand ich allgemein gut dargestellt, nur konnte ich seine Schwestern ab und zu nicht auseinanderhalten, was aber eben daran lag, dass Hauptfigur Eli sich auch nicht sonderlich für die beiden zu interessieren scheint und selbst nicht viel über sie weiß.
Der Bunker ist kein klassischer Betonkeller, wie man sich eben einen Bunker so vorstellt. Er ist mit vielen Annehmlichkeiten ausgestattet und einer Menge Technologie, die ein langes Überleben dort unten sichern soll. Jedoch treten damit zunehmend Probleme auf, was die Lage der Familie zusehens verschlechtert.
Nach vielen Jahren inneren Abschottens und Desinteresses, beginnt Eli plötzlich, sich für all die Vorgänge zu interessieren und beginnt Nachforschungen anzustellen.
Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Es werden immer wieder Dinge angedeutet oder erwähnt, aber zunächst nicht weiter erklärt. Das führt dazu, dass man sogartig immer weiterlesen muss, um herauszufinden, was es damit auf sich hat. Einige dieser Fäden laufen jedoch meiner Ansicht nach ins Leere, was ich sehr schade finde. 
Trotzdessen finde ich nicht, dass das Buch wirklich als "Thriller" bezeichnet werden kann, denn dafür fehlt mir der Nervenkitzel. Es ist weniger Spannung, die einen als Leser antreibt, sondern viel mehr Neugier und für mich ist das ein großer Unterschied. 
Zudem waren manche Dinge wirklich vorhersehbar und im Grunde von Anfang an klar. Aber ich denke, dass sich das bei diesem Ausgangsszenario auch kaum vermeiden lässt.


Fazit
Obwohl dieses Buch nicht mehr neu gedruckt wird, ist es eine Empfehlung meinerseits und einen Blick wert! Einen Thriller sollte man nicht erwarten, aber die Thematik ist interessant, ebenso wie der Hauptcharakter, der durchaus seine Ecken und Kanten hat. 





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen