Freitag, 21. Oktober 2016

[Rezension] Rost




Autor: Christian Günther | Verlag: Epikur Verlag + Books on Demand | erschienen am 08. Februar 2012
192 Seiten | Preis: 11,90 € (broschierte Ausgabe) | ISBN: 978-3844818420


Handlung
Aron lebt im Hamburg des Jahres 2078 und führt ein Leben, das aus Partys und Drogen besteht. Als sein Vater stirbt, denkt er sich nichts dabei, denn eigentlich war er sowieso schon viel zu alt. Dass er von ganz oben beobachtet wird, ahnt er nicht. Doch dann läuft ein Jagdausflug gründlich schief, er wird von seinen Freunden getrennt und strandet bei denen, die er bisher zutiefst verachtet hat: Bei den Wilden, die außerhalb Hamburg leben.


Cover
Auf jeden Fall ist es passend, sowohl vom Motiv her als auch von der Farbe. Ich fand es sehr ansprechend.
Es sei noch erwähnt, dass das Hardcover aus dem Epikur Verlag mittlerweile nicht mehr erhältlich ist (ich habe damals schon ziemlich suchen müssen), das Cover ist jedoch beim ebook und Taschenbuch das gleiche.


Menschenjagd, Technik und Drogen
Ich muss sagen, dass dieses Buch zwar viele gute Ansätze hat, aber nichts wirklich Neues bietet.

Wie sieht das typische Leben in diesem Zukunftsszenario aus? Die Menschen leben in einer technologisierten Stadt, verschiedene Drogen sind frei zugänglich und legal, jeder ist über einen Sender jederzeit aufspürbar und es ist üblich, sich bei Erreichen eines gewissen Alters einfach töten zu lassen. Daneben gibt es ein paar große Staatsgeheimnisse, von denen niemand weiß.
Die Menschen außerhalb der Stadt gelten als Abfall und die Stadtbewohner unternehmen in ihrer Freitzeit gelegentliche Jagdausflüge, bei denen sie die Außenseiter abschießen. In Wahrheit haben die Außenseiter aber den Durchblick über die Situation in der Stadt und sind so ganz anders, als Aron zunächst denkt.
Sind das nicht alles Dinge, die wir schon öfter gelesen haben? Grundsätzlich finde ich das gar nicht schlimm, solange irgendeine tolle Innovation dabei ist, aber leider habe ich die hier nicht gefunden.

Vieles wurde hier auch nur angedeutet, wie etwa der Androiden-Staat Lucas Prime. Die Idee finde ich äußerst interessant, aber leider wird nie näher darauf eingegangen, das wäre doch mal was gewesen!

Der kulturelle Konflikt zwischen den Bevölkerungsgruppen war ganz interessant zu beobachten, auch Arons Überforderung damit, z.B. mit den Begräbnisritualen. Allerdings muss ich sagen, dass mir auch Aron als Charakter äußerst unsympatisch war. Vielleicht kann er nichts dafür, wie er ist, aber ich mag ihn eben nicht.^^


Fazit
Ich kann dieses Buch recht gut mit einem Wort zusammenfassen: Standard. 
Wer gerne Postapokalypsen und Utopien/Dystopien liest, der wird dieses Buch mögen und dabei auf ein paar bekannte Muster treffen (was ja nicht mal schlecht sein muss, wenn man diese Muster mag). Wer jedoch etwas Außergewöhnliches sucht, wird hier nicht fündig werden.



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