Montag, 3. Oktober 2016

[Rezension] Stigmata


Autorin: Beatrix Gurian | Verlag: Arena Verlag | erschienen am 01. Juni 2014
  348Seiten | Preis: 16,99 € (gebundene Ausgabe) | ISBN: 978-3-401-06999-9


Handlung
Emmas Mutter ist vor Kurzem unter seltsamen Umständen verstorben. Seither vergräbt Emma sich allein in der Wohnung, bis sie einges Tages ein anonymes Paket erhält - mit einem leeren Fotoalbum, einem einzelnen Schwarz-Weiß-Bild und der Einladung zu einem Jugendcamp. Die Puppe auf dem Foto gehört Emmas Mutter. Wer ist dieser Unbekannte, der offensichtlich mehr über ihren Tod weiß? Emma reist zu besagtem Jugendcamp auf der Suche nach Antworten und ab da jagt ein unheimliches Ereignis das nächste.


Cover
Das Cover fand ich sehr ansprechend. Das dunkle Grün ist eine meiner Lieblingsfarben und die silbernen Schnörkel gefallen wir auch sehr. Ob das Inhaltlich wirklich zum Buch passt... Na ja, ich kann eigentlich keine Verbindung herstellen, außer durch das Bild in der Taschenuhr. Aber schön sieht es aus.


Nichts bleibt verborgen
Dieses Buch hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. 

Gut gefallen haben mir zum Einen die vielen Bilder, die in die Geschichte integriert wurden. Im Laufe des Buches findet Protagonistin Emma immer mehr Fotos, die offenbar aus dem leeren Album aus dem Paket stammen und diese Bilder werden dem Leser jedes Mal gezeigt. 

Hier ein Beispiel:


Die Idee ist sicher nicht wahnsinnig neu, sondern auch schon aus anderen Büchern bekannt, wie beispielsweise "Die Insel der besonderen Kinder", aber mir gefällt sowas.

Das allmähliche Immer-weiter-Aufdecken der Geschichte von Emmas Mutter fand ich auch gut gemacht. Inhaltlich war diese Geschichte nicht ganz mein Geschmack und auch hier und da nicht ganz stimmig bzw. die Auflösung am Ende war mir dann viel zu weit hergeholt. 

Allgemein habe ich vieles an der Handlung als unstimmig empfunden, was aber auch durchaus gewollt sein kann, da ja auch Hauptfigur Emma eben diesen Vorkommnissen sehr skeptisch gegenüber steht. Richtig geflasht hat mich das alles jetzt nicht. Man erkennt zwischendurch nicht wirklich, wo die Reise hingeht, zwischendurch schleppt es sich dann und gegen Ende wird es zu schnell und zu unplausibel. Was einen beim Lesen weitertreibt ist vor allem das "Sammeln" der Fotos.

Emma selbst fand ich etwas blass und sie hat bei mir nicht wirklich irgendeinen Eindruck hinterlassen. Gleiches gilt für den Schreibstil, der an sich keine besonderen Merkmale hat, bis auf eines, das mir aber eher negativ aufgefallen ist. Die Autorin verwendet wieder und wieder das gleiche Stilmittel á la "Ich weiß, dass ich das jetzt nicht tun darf. Ich tue es.", "Ich darf nicht hinsehen. Ich sehe hin." Solche Stilmittel sind cool, um an bestimmten Stellen bestimmte Effekte zu erzeugen, wenn man sie allerdings inflationär verwendet, verlieren sie ihre Wirkung und der einzige Effekt, den sie dann noch erzeugen ist: "Nicht schon wieder...".


Fazit
Ein mittelmäßiges Buch, dass hier und da nicht stimmig oder zu flach ist. Allerdings ist es ansprechend gestaltet durch die Bebilderung und für wahrscheinlich für jugendliche Leser auch spannender als für mich mit meinen Mitte-20. Es hatte durchaus seine spannenden Momente und man hat das Gefühl, mit Emma durch ein Labyrinth zu irren, es ist also auch nicht alles schlecht. So mittelmäßig eben.





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