Montag, 22. Januar 2018

[Rezension] "So wie Kupfer und Gold" von Jane Nickerson

 

Autorin: Jane Nickerson | Verlag: CBT Verlag | 448 Seiten | erschienen am 23.09.2013
  Preis: 8,99 € (ebook; Print nur noch gebraucht) | ISBN: 978-3570162682


Handlung
Die junge Sophia wird nach dem Tod ihrer Eltern von ihrem Patenonkel eingeladen, der in den Südstaaten eine Plantage betreibt. Während ihre Geschwister zu Hause weiter in Armut leben, eröffnet sich für die schüchterne Sophia eine luxuriöse Welt, die sie gleichermaßen fasziniert wie ängstigt. Auch ihren Patenonkel vermag sie nicht so recht einzuschätzen. Irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen... aber was?


Cover
Das Cover finde ich persönlich wunderschön, sowohl das Portait von Sophia als auch die Schrift. Es hat mich sofort angezogen!


Blaubart in den Südstaaten
Das ist nicht einmal ein Spoiler, zu verraten, dass diese Geschichte eine in die Südstaaten der USA versetzte Version des Märchens Blaubart ist, denn das steht bereits im Klappentext. Obwohl ich die Handlung also vorausahnen konnte, hat mich das Buch überraschen können. Das Setting ist unglaublich interessant gewählt und die Geschichte sehr angenehm und lebhaft erzählt.

Sophia war mir als Charakter sehr sympathisch, der Onkel und sein Verhalten verändern sich allmählich aber immer glaubhaft dargestellt und die Charaktere der Sklaven und Bediensteten sind mir größtenteils sehr ans Herz gewachsen.

Etwas geschichtliches Interesse sollte man mitbringen. Vor allem die Kleider werden sehr ausführlich beschrieben, was aber auch zu Sophias Leben dort passt. Phasenweise ist das Erzähltempo recht langsam, was mir aber gut gefallen hat. Ich mocht es, einfach mit Sophia spazieren zu gehen und ihre Welt kennen zu lernen, wie sie sie selbst gerade erst kennen lernt. Die Sklaverei ist ständig präsent, aber dennoch nur ein Nebenaspekt und hat alles noch interessanter gemacht. Ich fand diesen Blick auf die Thematik sehr gelungen.

Auch stellt Sophia Nachforschungen an über die früheren Ehefrauen ihres Patenonkels. Dass diese ihr dabei als Geister erscheinen, kann man so oder so finden. Irgendwie fand ich das unnötig fantasymäßig aber gleichzeitig bekamen sie dadurch mehr Tiefe und wurden lebendig und es war dann doch eine gute Möglichkeit, sie in die Geschichte einzubinden.


Fazit
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen! Eine gelungene Umsetzung dieses Märchens in einer sehr ungewöhnlichen Umgebung, die aber sehr gut dazu passt und sehr anschaulich dargestellt ist. Historisches Interesse sollte man mitbringen, aber wenn man das hat, dann wird einem dieses Buch sicher gefallen.







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